Rehgeiss und Kitz durch Hund gerissen

Letzte Woche wurde am Donnerstag, 7. Juni, in Wegenstetten auf der Fluh eine Rehgeiss durch einen Jäger tot aufgefunden. Aufgrund des Spurenbildes muss klar davon ausgegangen werden, dass die Rehgeiss durch einen Hund gerissen wurde. Zur Tragödie kommt hinzu, dass das Muttertier bereits mindestens ein Kitz zur Welt gebracht hatte und klar ist, dass dieses bzw. die Kitze ohne Mutter keinerlei Überlebenschancen haben.

Am Freitag, 8. Juni, fand der Jagdaufseher im Bereich Grotte ein zerbissenes, noch lebendes Rehkitz. Dieses musste sofort von seinen Qualen erlöst werden. Auch dieses Kitz wurde eindeutig durch einen Hund gerissen bzw. verbissen.

Die Jagdgesellschaft Wegenstetten appelliert an die Hundehalter, ihre Vierbeiner gemäss den gesetzlichen Vorschriften im Wald aber auch in Waldesnähe an der Leine zu führen, damit solche Bilder nicht mehr angetroffen werden müssen. Gemäss dem Bundesgesetz über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel, Artikel 18 wird mit Haft oder Busse bis zu 20 000 Franken bestraft, wer Hunde wildern lässt.

Von Mitte Mai bis Mitte Juni setzen die Rehgeissen ihre Kitze. Zumeist werden die jungen Tiere einige Tage im hohen Gras belassen und von der Rehgeiss beaufsichtigt. Für den Rehnachwuchs ist es von lebensnotwendiger Wichtigkeit, die ersten Tage stressfrei zu überstehen. Aus diesem Grund ist es äusserst wichtig, dass Hunde zu dieser Zeit nicht nur im Wald sondern auch in der Nähe von waldnahen Wiesen angeleint geführt werden.

Die Jagdgesellschaft Wegenstetten dankt allen Hundehaltern, welche sich an die Vorgaben halten und den Kitzen eine echte Lebenschance geben.


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