Geschichte und Portrait
Geschichte
Wie das übrige Fricktal, gehörte die Gemeinde Wegenstetten zu den sogenannten österreichischen Vorlanden und während der Zeit des Kanton Fricktal, vom 9. Februar 1802 bis 19. Februar 1803 also genau 1 Jahr und 10 Tage zum damaligen Kanton Fricktal. Anschliessend wurde das Fricktal und somit auch Wegenstetten dem Kanton Aargau und dadurch auch der schweizerischen Eidgenossenschaft zugeteilt.
Das Wahrzeichen unserer Gemeinde ist eine weisse Ringmauer mit vier Zinnen auf rotem Grund. 1364 wurden die beiden Brüder Hans und Konrad von Wegenstetten in Rheinfelden eingebürgert. Hans war von 1389 bis 1394 Schulthess zu Rheinfelden. In seinem Wappen zeigte er eine gezinnte Mauer, welches sich die Gemeinde Wegenstetten zu ihrem Wappen wählte. Das Wappen hat aber auch grosse Ähnlichkeit mit demjenigen von Muri, was bestätigt, dass Wegenstetten im 13. Jahrhundert dem Kloster Muri unterstand.
Anfangs des 19. Jahrhundert besass Wegenstetten einen geschlossenen Weinberg von 33 Jucharten. 1804 galt als besonders ergiebiges Weinjahr. Die Bauern hatten damals nicht genug Fässer für die Lagerung und nach auswärts verkaufen konnte man den Wegenstetterwein nicht. So kamen die vier Wirte des Dorfes auf die Idee, im Dorf einen Jahrmarkt zu organisieren, damit die Fremden und Marktbesucher den einheimischen Wein in den damals vier bestehenden Wirtschaften trinken konnten. Der Markt wurde vom aargauischen kleinen Rat bewilligt und somit konnte jeweils im Frühling und Herbst ein Vieh- und Warenmarkt stattfinden. Bereits im Jahre 1832 wurden zusätzlich zwei Zwischenmärkte bewilligt.
Durch die Eröffnung der Bözbergbahn im Jahre 1884 und die Verbesserung der Hauptverkehrslinien Bözberg, Staffelegg und Hauenstein ging das Interesse am etwas abseitsgelegenen Wegenstettermarkt zurück, was im Jahre 1888 zur Aufhebung der Märkte führte.
Portrait
Wegenstetten ist auf einer Höhe von 444 Meter über Meer am Fusse des Thiersteinbergs eingebettet ins Quellgebiet des Möhlinbachs. Der Thiersteinberg bietet Gelegenheit für entspannende Sparziergänge, schöne Aussichtspunkte und reizvolle Naturlandschaften. Er bildet teilweise die Banngrenze und die Trennlinie zwischen den Kantonen Aargau und Baselland.
Das landschaftlich idyllisch gelegene Fricktaler Strassendorf mit ländlichem Charakter liegt unmittelbar an der Verkehrsachse Frick, Sissach und Möhlin. Es besteht beinahe ausschliesslich aus Ein- oder Zweifamilienhäusern. Dementsprechend hat sich die Bevölkerungszahl in den letzten hundert Jahren eher langsam vergrössert. Die Dorfgemeinschaft besteht heute aus rund 1'030 Einwohnern mit einem Ausländeranteil von 12 %.
Die Bevölkerungsstruktur unseres Dorfes zeigt eine gesunde altersmässige Durchmischung und es bestehen keine Befürchtungen auf eine drohende Überalterung.
Das Bildungsangebot von Wegenstetten umfasst den Kindergarten und die Primarschule. Die Oberstufenklassen werden in Möhlin geführt.
Wegenstetten weist eine Vielfalt gut florierender Kleingewerbebetriebe und einige Landwirtschaftsbetriebe unterschiedlicher Grösse auf. Das gänzliche Fehlen von Industriebetrieben spiegelt sich in der geringen Zahl im Dorf vorhandener Arbeitsplätze.
Die Einkaufsmöglichkeiten für den Tagesbedarf sind mit einem Volg-Laden gegeben, wo auch eine Postfiliale untergebracht ist. Es wird eine Regionalbank betrieben.